Veröffentlicht am Mai 15, 2024

Ein gebrauchtes USM Haller Möbel ist keine Konsumausgabe, sondern ein liquider Sachwert, dessen Wertstabilität im Schweizer Kontext die vieler traditioneller Anlagen übertrifft.

  • Im Gegensatz zu einem Auto, das massiv an Wert verliert, behalten geprüfte Occasion-Möbel bis zu 90% ihres Neuwerts.
  • Dank modularer Rückwärtskompatibilität passt sich ein 20 Jahre altes System an neue Lebensphasen an, statt obsolet zu werden.

Empfehlung: Betrachten Sie Ihren nächsten Möbelkauf nicht als Ausgabe, sondern als strategische Investitionsentscheidung für Ihr Portfolio an Sachwerten.

In einer Welt, in der der Wert von Aktien schwankt und ein neues Auto an dem Tag, an dem es den Hof verlässt, bereits Tausende von Franken verliert, erscheint die Idee, ein Möbelstück als solide Wertanlage zu betrachten, fast paradox. Viele Designliebhaber schätzen USM Haller für seine zeitlose Ästhetik und seine modulare Flexibilität. Sie sehen es als hochwertige Einrichtung, eine Investition in den eigenen Lebensstil. Doch diese Perspektive greift zu kurz.

Die gängige Meinung ist, dass Möbel – selbst Designklassiker – Gebrauchsgegenstände sind, die mit der Zeit an Wert verlieren. Man konzentriert sich auf den unmittelbaren Nutzen und die Optik. Was aber, wenn wir dieses Möbelstück aus der Sicht eines Schweizer Vermögensverwalters analysieren? Was, wenn wir es nicht mit anderen Möbeln, sondern mit anderen Anlageklassen wie Fahrzeugen, Immobilien oder gar dem sprichwörtlichen Gold vergleichen? Dann offenbart sich eine völlig neue Dimension der Wertstabilität und Funktionalität.

Der wahre Wert eines gebrauchten USM Haller Möbels liegt nicht nur in seinem Stahl und Chrom, sondern in seiner einzigartigen Position als funktionaler Goldbarren für den Schweizer Haushalt: ein liquider, familienkompatibler und sogar erbschaftssicherer Sachwert. Dieser Artikel analysiert die Mechanismen, die dieses System zu einer der intelligentesten und unterbewertetsten Investitionen für Privatpersonen in der Schweiz machen.

Wir werden untersuchen, wie Sie die Echtheit sicherstellen, die Anpassungsfähigkeit über Jahrzehnte nutzen und den Wert im Familienalltag und sogar bei der Nachlassplanung maximieren. Entdecken Sie die rationalen Gründe hinter einer emotionalen Entscheidung.

Woran erkennen Sie eine Fälschung beim Kauf eines gebrauchten Designstücks?

Der florierende Zweitmarkt für USM Haller in der Schweiz zieht nicht nur Kenner, sondern leider auch Fälscher an. Ein vermeintliches Schnäppchen kann sich schnell als teurer Irrtum entpuppen, wenn es sich um eine minderwertige Kopie handelt. Die Unterscheidung zwischen Original und Plagiat ist jedoch für das geschulte Auge möglich und entscheidend für den Werterhalt Ihrer Investition. Der Schlüssel zur Authentizität liegt in einem unscheinbaren, aber genialen Detail: dem Verbindungsknoten.

Das Herzstück des Systems ist eine massive, verchromte Metallkugel mit sechs präzise gefrästen Gewindelöchern. Diese Konstruktion, die eine stabile und dennoch lösbare Verbindung der Rohre ermöglicht, ist in ihrer Herstellung so aufwendig, dass kein Nachahmer sie exakt replizieren kann. Plagiate verwenden oft einfachere Stecksysteme oder minderwertige Materialien, die bei genauer Betrachtung sofort auffallen.

Nahaufnahme einer verchromten USM-Haller-Verbindungskugel mit sichtbarem Gewinde als Detail fuer die Echtheitspruefung

Wie die Nahaufnahme zeigt, ist das Gewinde im Inneren der Kugel ein klares Echtheitsmerkmal. Achten Sie zudem auf die allgemeine Verarbeitungsqualität. Originale USM-Möbel zeichnen sich durch perfekte Passgenauigkeit, einheitliche Spaltmasse und die schwere, solide Haptik von echtem Stahl aus. Billige Kopien fühlen sich oft leicht und klapprig an, und die Oberflächen der Paneele sind unregelmässig.

Checkliste: 5 Prüfschritte zur Echtheitskontrolle Ihres USM Occasion-Möbels

  1. Verbindungskugeln kontrollieren: Echte USM-Kugeln sind aus massivem Metall mit 6 präzisen Gewindelöchern. Dies ist das wichtigste und am schwersten zu fälschende Merkmal.
  2. Tablare prüfen: Achten Sie auf die Qualität der Pulverbeschichtung. Leichte Kratzer sind bei Occasion-Möbeln normal, aber Abplatzer oder Rost an den Kanten deuten auf minderwertiges Material hin.
  3. Rohre inspizieren: Prüfen Sie auf starke Kratzer, Verbiegungen und insbesondere auf individuelle Bohrungen. Letztere sind ein sicheres Zeichen für unsachgemässe Modifikationen oder Fälschungen.
  4. Türen und Scharniere testen: Die Funktionalität von Klapptüren, Auszügen und Scharnieren muss einwandfrei sein. Originalteile laufen sanft und schliessen präzise.
  5. Zertifizierung des Händlers prüfen: Der sicherste Weg ist der Kauf bei einem offiziellen USM Second Hand Partner. Dieser garantiert die Originalität und Qualität der Bauteile.

Wie passen Sie Ihr 20 Jahre altes Systemmöbel an die neue Wohnung an?

Einer der fundamentalen Gründe für die ausserordentliche Wertstabilität von USM Haller ist seine fast unendliche Anpassungsfähigkeit. Ein Möbelstück, das vor zwei Jahrzehnten für eine grosszügige Altbauwohnung konfiguriert wurde, ist kein starres Relikt, sondern eine flexible Ressource. Diese Rückwärtskompatibilität ist der wahre Geniestreich des Systems: Jedes Bauteil, das heute in Münsingen produziert wird, passt nahtlos zu einem Element aus den 1980er-Jahren. Dies ermöglicht es, das Möbel mit dem Leben wachsen und schrumpfen zu lassen.

Die zunehmende Beliebtheit in Privathaushalten, die einst von Firmenkunden dominiert wurden, unterstreicht diesen Trend. Während Ende 2017 das Verhältnis von Firmen- zu Privatkunden noch bei 65% zu 35% lag, verschiebt sich dieser Anteil stetig. Dies bedeutet, dass immer mehr Möbel aus Büroumgebungen in private Wohnungen umziehen und dort eine neue Form annehmen. Der Umzug in eine moderne Neubauwohnung mit anderen Raumproportionen ist daher kein Problem, sondern eine Chance zur Neugestaltung.

Anstatt ein unpassend gewordenes Möbel zu verkaufen, können Sie es gezielt transformieren. Hier sind drei bewährte Strategien:

  • Module trennen und neu kombinieren: Grössere Regale sind oft mit sogenannten Schlitzrohren konstruiert. Diese speziellen Rohre ermöglichen es, das Möbel an definierten Stellen zu teilen, ohne es komplett demontieren zu müssen. So kann aus einem grossen Sideboard ein kleineres und ein separates TV-Möbel entstehen.
  • Tiefe reduzieren: Ältere Konfigurationen haben oft eine Tiefe von 50 cm. In modernen, kompakteren Wohnungen kann dies zu wuchtig wirken. Durch den Austausch der 50er-Rohre und -Tablare gegen 35er-Elemente lässt sich das Möbel „schrumpfen“ und elegant an den neuen Raum anpassen.
  • Optisch erleichtern: Die massive Wirkung eines vollständig geschlossenen Möbels kann durch den Austausch einiger Metallpaneele gegen Glaselemente oder perforierte Bleche aufgebrochen werden. Dies schafft Transparenz und passt das Möbel an offenere Wohnkonzepte an.

Der Fehler beim Putzen, der den Chromstahl Ihres Klassikers dauerhaft ruiniert

Die verchromten Stahlrohre und Kugeln sind das glänzende Markenzeichen von USM Haller. Ihre brillante Oberfläche verleiht dem System seine technische Eleganz. Doch gerade dieser Glanz ist fragiler, als viele annehmen. Der grösste Feind der Chromoberfläche lauert nicht im rauen Alltag, sondern im Putzschrank: die Verwendung von aggressiven, säurehaltigen Reinigungsmitteln. In einem Land wie der Schweiz mit oft kalkhaltigem Wasser ist die Versuchung gross, zu einem starken Entkalker oder Badreiniger zu greifen, um Wasserflecken zu entfernen. Dies ist ein fataler Fehler.

Starke Säuren, wie sie in vielen Entkalkern vorkommen, greifen die hauchdünne Chromschicht chemisch an. Sie „ätzen“ die Oberfläche, was zu einem irreversiblen, milchig-blinden Erscheinungsbild führt. Dieser Schaden ist keine Verschmutzung, die man wegpolieren kann, sondern eine dauerhafte Zerstörung der Oberflächenstruktur. Einmal „blind“ geworden, kann der Chrom nicht wiederhergestellt werden – das Bauteil muss ausgetauscht werden, was nicht nur kostspielig ist, sondern auch den Originalzustand des Möbels beeinträchtigt.

Wassertropfen auf einem verchromten Stahlrohr mit sichtbaren Kalkspuren als Warnung vor falscher Reinigung

Die richtige Pflege ist denkbar einfach und schont das Material. Zur Reinigung der verchromten Teile genügt ein weiches, leicht angefeuchtetes Baumwolltuch. Anschliessend sollte die Oberfläche sofort mit einem trockenen Tuch nachpoliert werden, um Kalkspuren durch stehendes Wasser zu vermeiden. Für die farbigen Metallpaneele kann ein Glasreiniger verwendet werden. Diese sanfte Methode erhält den Wert und den Glanz Ihrer Investition über Jahrzehnte.

Leder oder Stahl: Welcher Klassiker passt besser zum Familienleben mit Kleinkindern?

Designliebhaber mit Familie stehen oft vor einem Dilemma: Soll man in einen empfindlichen Lederklassiker wie einen Eames Lounge Chair investieren oder in ein robustes Stahlsystem wie USM Haller? Während beide Ikonen des Designs sind, unterscheiden sie sich in ihrer Alltagstauglichkeit und Wertstabilität im turbulenten Familienleben dramatisch. Ein verschütteter Saft oder ein unachtsamer Spielzeugkratzer kann den Wert eines Ledermöbels halbieren, während ein Stahlmöbel solche Herausforderungen mit stoischer Gelassenheit meistert.

Die pulverbeschichteten Stahlpaneele von USM sind ausserordentlich widerstandsfähig. Leichte Kratzer, die im Laufe der Jahre unvermeidlich sind, können oft durch eine clevere Umpositionierung kaschiert werden: Ein stärker beanspruchtes Tablar wird einfach in einen weniger sichtbaren, unteren Bereich versetzt. Zudem bieten die magnetischen Oberflächen eine unerwartete Funktion als riesige Spiel- und Lernfläche für Kinder. Bei Ledermöbeln hingegen sind Flecken und Kratzer meist permanent und führen zu einem drastischen Wertverlust auf dem Sekundärmarkt.

Die folgende Gegenüberstellung verdeutlicht, warum Stahl die rationalere Wahl für eine junge Familie ist, die Design und Werterhalt kombinieren möchte:

Stahl vs. Leder: Vergleich der Familientauglichkeit und des Werterhalts
Kriterium Stahl (USM Haller) Leder (Designklassiker)
Kratzresistenz Hoch – Kratzer kaschierbar durch Umpositionierung Gering – Kratzer und Flecken permanent sichtbar
Wertverlust bei Gebrauchsspuren 10–15% auf dem Sekundärmarkt Bis zu 80–100% (fast unverkäuflich bei Flecken/Rissen)
Ersatzteilkosten (CHF) ca. 80–100 CHF pro Metalltablar ab 300 CHF für Neupolsterung/Lederersatz
Magnetische Nutzfläche Ja – Stahlfronten als Spiel-/Lernfläche nutzbar Nein
Reinigung Einfach – feuchtes Tuch genügt Aufwändig – Spezialpflege nötig
Modulare Erweiterbarkeit Ja – System rückwärtskompatibel Nein – modellabhängig

Die Entscheidung für Stahl ist somit nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern eine strategische Entscheidung für Langlebigkeit und finanziellen Weitblick. Wie zertifizierte Händler wie noto bestätigen, sind geprüfte Occasionsmodelle von USM Haller oft nur 10-30% günstiger als Neuware, was ihre unglaubliche Wertstabilität unterstreicht.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um einen Designklassiker wieder zu verkaufen?

Bei den meisten Konsumgütern ist die Antwort klar: so schnell wie möglich. Bei einem USM Haller Möbel lautet die Antwort: wann immer Sie wollen. Dies mag kontraintuitiv klingen, ist aber die direkte Folge seiner aussergewöhnlichen Wertstabilität und des liquiden Sekundärmarktes in der Schweiz. Im Gegensatz zu anderen Möbeln gibt es keinen „Wertverfall-Abgrund“ nach dem Kauf. Der Preisunterschied zwischen Neuware und einer gut erhaltenen Occasion ist erstaunlich gering und stabil.

Ein Blick in den offiziellen Schweizer USM-Onlineshop zeigt, dass neue Sideboards je nach Grösse und Ausstattung zwischen CHF 1’382 und CHF 9’336 kosten. Auf dem Zweitmarkt erzielen gepflegte Modelle Preise, die oft nur 10-30% unter diesem Neupreis liegen. Das bedeutet, dass ein Möbelstück, das neu CHF 2’000 gekostet hat, auch nach fünf Jahren Nutzung noch für CHF 1’600 oder mehr verkauft werden kann. Der effektive „Nutzungspreis“ ist somit minimal.

Der beste Zeitpunkt für den Verkauf hängt also nicht von Marktschwankungen ab, sondern ausschliesslich von Ihren persönlichen Bedürfnissen. Der Markt ist konstant aufnahmefähig. Ein hervorragendes Beispiel für diese Liquidität ist der USM-Markt in Zürich. Seit 2019 betreibt dieser offizielle Second-Hand-Partner einen über 600 m² grossen Showroom und veranstaltet regelmässige Lagerverkäufe. Diese konstanten Verkaufszyklen beweisen eine stetige, hohe Nachfrage, die den Wert der Möbel stützt. Sie müssen nicht auf einen „guten Moment“ warten; der Moment ist immer gut, weil die Nachfrage das Angebot oft übersteigt.

Der Verkauf ist also weniger eine Frage des Timings als eine Frage der Präsentation. Ein sauberes, gut fotografiertes und vollständig funktionierendes Möbel wird immer einen Käufer finden. Die Wertstabilität ist so hoch, dass der Verkauf oft nur dazu dient, den Kauf einer neuen, an die veränderten Lebensumstände angepassten Konfiguration zu finanzieren.

Barkauf oder Leasing: Was kostet Sie beim Auto auf 4 Jahre gerechnet 3000 CHF mehr?

Um die finanzielle Sonderstellung eines USM Haller Möbels zu begreifen, ist der Vergleich mit der wohl häufigsten und gleichzeitig wertvernichtendsten Anschaffung eines Schweizer Haushalts am aufschlussreichsten: dem Auto. Während ein Designmöbel als Sachwert betrachtet werden kann, ist ein Auto eine reine Verbindlichkeit, eine Maschine zur Wertvernichtung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Ein typisches Musterauto mit einem Neupreis von CHF 45’000 verursacht laut Berechnungen des Touring Club Schweiz (TCS) jährliche Gesamtkosten von rund CHF 11’112. Dies beinhaltet Wertverlust, Versicherung, Steuern, Wartung und Treibstoff. Allein der Wertverlust beträgt im ersten Jahr oft 25% oder mehr. Nach vier Jahren hat das Auto über die Hälfte seines ursprünglichen Wertes verloren – ein Verlust von über CHF 22’500, der nie wieder reingeholt wird.

Symbolischer Vergleich zwischen einem Autoschluessel und einer verchromten Moebel-Kugel als Metapher fuer Wertverlust versus Wertstabilitaet

Vergleichen wir dies mit einem USM Haller Sideboard für CHF 3’000. Nach vier Jahren sorgfältiger Nutzung kann dieses auf dem Schweizer Occasion-Markt für rund CHF 2’400 bis CHF 2’700 wiederverkauft werden. Der „Verlust“ beträgt also nur wenige hundert Franken. Während das Auto in vier Jahren einen Wert von über CHF 20’000 vernichtet hat, hat das Möbelstück seinen Wert fast vollständig erhalten und dabei täglich einen funktionalen und ästhetischen Nutzen gestiftet. Der Kauf eines USM Möbels ist somit kein Konsum, sondern eine Umschichtung von Kapital von einer liquiden Form (Geld) in eine illiquide, aber extrem wertstabile Form (Sachwert).

Diese Perspektive kehrt die traditionelle Kaufentscheidung um. Die Frage ist nicht: „Kann ich mir ein so teures Möbel leisten?“, sondern: „Kann ich es mir leisten, Tausende von Franken in vergängliche Konsumgüter zu investieren, anstatt in einen stabilen Sachwert?“

Genossenschafts-Neubau oder Altbau: Wo ist die „soziale Durchmischung“ realer?

Der Titel dieses Abschnitts mag auf den ersten Blick nichts mit Möbeln zu tun haben, doch er berührt einen Kernaspekt der Schweizer Wohn- und Wertekultur. USM Haller ist tief in dieser Kultur verwurzelt. Wie der Tages-Anzeiger einst treffend bemerkte, ist es ein «Status-Symbol für Chefetagen», dessen «Ordnungsgedanke typisch fürs Schweizer Design» sei. Es verkörpert Präzision, Langlebigkeit und eine Form von unaufgeregtem Luxus, der nicht protzt, sondern funktioniert. Diese Werte sind es, die seine aussergewöhnliche Stellung begründen.

Lange Zeit war das System tatsächlich primär in den Büros von Anwaltskanzleien, Architekturbüros und Banken zu finden – als Symbol für Seriosität und Erfolg. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die „soziale Durchmischung“ hat auch vor diesem Möbel nicht haltgemacht. Heute findet man es in Genossenschafts-Neubauten genauso wie in grossbürgerlichen Altbauwohnungen, in Studenten-WGs und in Familienhäusern. Es ist von einem reinen Statussymbol zu einem demokratisierten Kulturgut geworden.

USM Haller sei «ein Status-Symbol für Chefetagen», dessen «Ordnungsgedanke typisch fürs Schweizer Design» sei.

– Tages-Anzeiger, zitiert in Wikipedia (2011)

Diese Demokratisierung stärkt den Wiederverkaufswert, da die Käuferschicht breiter und diverser wird. Der Wert des Möbels speist sich nicht mehr nur aus dem elitären Image, sondern aus seiner bewiesenen Funktionalität und Langlebigkeit im Alltag vieler Menschen. Die Verankerung in der Schweiz ist dabei ein entscheidender Faktor. Die Tatsache, dass die gesamte Produktion am Schweizer Stammsitz in Münsingen stattfindet, wo ein Grossteil der Mitarbeitenden beschäftigt ist, macht es zu einem Stück nationalen Industrieerbes. Man kauft nicht nur ein Möbel, man kauft ein Stück Schweizer Präzisionsarbeit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sachwert statt Konsumgut: Ein gebrauchtes USM Haller Möbel ist eine Investition, deren Wert im Gegensatz zu den meisten Konsumgütern über Jahre hinweg stabil bleibt.
  • Überlegene Wertstabilität: Im direkten Vergleich vernichtet ein Auto in wenigen Jahren Zehntausende von Franken, während ein USM-Möbel bis zu 90% seines Werts behält.
  • Liquidität und Anpassungsfähigkeit: Dank des starken Schweizer Zweitmarktes und der modularen Bauweise ist das System jederzeit anpassbar und leicht wieder zu verkaufen.

Wie verhindern Sie, dass das Elternhaus wegen Erbstreit zwangsversteigert wird?

In Erbengemeinschaften kommt es in der Schweiz häufig zu Konflikten, die im schlimmsten Fall zur Zwangsversteigerung des Elternhauses führen. Dies geschieht oft, weil die Immobilie den Grossteil des Vermögens ausmacht und die Erben sich nicht einigen können, wie die Anteile fair aufgeteilt werden sollen, ohne das Haus verkaufen zu müssen. Genau hier kann eine hochwertige Sammlung von Designklassikern eine entscheidende und oft übersehene Rolle als strategischer Puffer spielen.

Wertvolle, mobile Sachwerte wie eine USM-Haller-Bibliothek, Kunst oder Uhren können zur Realteilung des Erbes herangezogen werden. Ein Erbe kann beispielsweise die Möbelsammlung übernehmen, um seinen Anteil auszugleichen, während ein anderer Erbe einen höheren Anteil an liquiden Mitteln erhält. Dies reduziert den Druck, die illiquide Immobilie verkaufen zu müssen, um alle Parteien auszuzahlen. Der reale Marktwert der Designmöbel auf dem Sekundärmarkt übersteigt dabei oft den im Inventar angesetzten Steuerwert erheblich, was zusätzlichen Spielraum schafft.

Eine noch proaktivere Strategie ist die Weitergabe zu Lebzeiten durch einen Erbvorbezug oder eine Schenkung. Wie eine Analyse der Mobiliar zum Schweizer Erbrecht zeigt, können Designklassiker gezielt an einen Erben weitergegeben werden, um die spätere Teilung zu vereinfachen. Dies muss jedoch sorgfältig dokumentiert und geplant werden, um die Pflichtteilsansprüche der anderen Erben nicht zu verletzen. Gemäss Art. 527 Ziff. 3 ZGB können Schenkungen innerhalb der letzten fünf Jahre vor dem Tod zurückgefordert werden, wenn sie Pflichtteile verletzen. Eine frühzeitige, transparente Weitergabe kann solche Konflikte jedoch vermeiden und das Elternhaus schützen.

Das USM-Möbel wird so vom Einrichtungsgegenstand zum Instrument der Nachlassplanung – ein funktionaler Vermögenswert, der hilft, das familiäre Erbe zu sichern.

Die durchdachte Integration von Sachwerten in die Nachlassplanung, wie durch die gezielte Zuwendung von Designklassikern, kann entscheidend zur Konfliktprävention beitragen.

Die Entscheidung für ein gebrauchtes USM Haller Möbel ist somit weit mehr als eine ästhetische Wahl. Es ist eine rationale und vorausschauende Investition in einen Sachwert, der Funktionalität, Wertstabilität und Liquidität auf eine in der Schweiz einzigartige Weise kombiniert. Um das Potenzial dieser Anlage voll auszuschöpfen, beginnt der nächste Schritt mit einer professionellen Bewertung Ihres Bedarfs und der bestehenden Möglichkeiten.

Häufige Fragen zu USM Haller als Wertanlage

Aus welchen Materialien bestehen USM Haller Möbel?

Das System besteht aus verchromten Stahlrohren und Kugeln sowie aus pulverbeschichteten Stahlblech-Paneelen oder Glaselementen. Die gesamte Produktion für den Weltmarkt erfolgt am Schweizer Stammsitz in Münsingen unter Verwendung von hochwertigem Stahl und umweltfreundlichen Lackierverfahren.

Warum sind aggressive Reiniger gefährlich für Chromoberflächen?

Starke Entkalker und säurehaltige Badreiniger greifen die Chromschicht der Verbindungsrohre und Rohre chemisch an. Dies führt zu einer irreversiblen, „blinden“ oder milchigen Oberfläche. Es wird empfohlen, ausschliesslich ein weiches, feuchtes Baumwolltuch zu verwenden und die Oberfläche sofort trocken zu wischen, um Kalkablagerungen zu vermeiden.

Können Designmöbel zur Realteilung im Erbfall beitragen?

Ja, absolut. Hochwertige und liquide Sachwerte wie eine USM-Sammlung können einem Erben zugewiesen werden, um dessen Erbteil auszugleichen. Dies kann helfen, den Verkauf einer Immobilie zu vermeiden, um die Erbengemeinschaft auszuzahlen, und entschärft somit potenzielle Konflikte.

Was passiert, wenn eine Schenkung zu Lebzeiten den Pflichtteil verletzt?

Wenn eine Schenkung (z.B. eines wertvollen Möbelstücks) den Pflichtteilsanspruch eines anderen gesetzlichen Erben (z.B. eines Geschwisters) verletzt, kann dieser nach dem Tod des Schenkenden auf Herabsetzung klagen, um seinen Anteil zu erhalten. Dies gilt insbesondere für Schenkungen in den letzten fünf Jahren vor dem Tod des Erblassers.

Geschrieben von Franziska Leutenegger, Architektin ETH und GEAK-Expertin für nachhaltiges Bauen und Sanieren im Bestand. Spezialisiert auf die Vereinbarkeit von Denkmalschutz und Energieeffizienz.